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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Ethische Herausforderungen in der partizipativen Forschung (etHPart) - Entwicklung eines Reflexions- und Analyseverfahrens

H4 - Kompetenzen I

13:15 - 14:45

1. Vorstellung des Projekts etHPart und des dort entwickelten Reflexions- und Analyseverfahrens

2. Bearbeitung zweier ethischer Fallbeispiele zusammen mit den Teilnehmenden

3. gemeinsame Auswertung des Reflexionsprozesses


Die Praxis partizipativer Forschungsprojekte stellt alle Beteiligten (Wissenschaftler:innen, Fachkräfte und lebensweltliche Expert:innen) vor vielfältige Herausforderungen wie z.B. strukturelle Barrieren, Rollenkonflikte und ungleiche Machtverhältnisse. Empirische und normative Fragen sind dabei oft so eng verknüpft, dass der Umgang mit ihnen nur gelingt, wenn partizipativ Forschende eine spezifische ethische Haltung und Reflexivität ausbilden. Im Projekt etHPart verfolgen partizipativ forschende Nachwuchswissenschaftler:innen das Ziel, eine Arbeitshilfe für individuelle und kollegiale ethische Fallreflexionen zu entwickeln.

Dazu haben wir ethisch relevante Fälle aus der Forschungspraxis gesammelt und in einer kommentierten Fallsammlung aufbereitet. Auf Basis von Erkenntnisse aus der empirischen Ethik und dem action learning entwickelten wir ein Reflexions- und Analyseverfahren und erprobten dies mit partizipativ Forschenden.

Erste Erfahrungen zeigen, dass die Arbeitshilfe Nutzer:innen zu einer Reflexion konkreter Praxisfälle anregen kann. Die Methode wird fortlaufend weiterentwickelt.

Ethische Reflexionsprozesse ermöglichen die Auseinandersetzung mit vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven. Die Arbeitshilfe wird daher so gestaltet, dass sie nicht das Auffinden einer “richtigen Lösung” in den Mittelpunkt rückt, sondern Handlungsalternativen aufzeigt und zu einem Perspektivwechsel anregt.

Entwicklung eines multi-perspektivischen ethischen Reflexions- und Analyseverfahrens: Theoretische Grundlagen

Im ersten Unterbeitrag erläutern wir das Anliegen des Projekts etHPart, partizipativ Forschenden eine ethische Arbeitshilfe bereitzustellen. Als Grundlage dienen sowohl Erkenntnisse der empirischen Ethik hinsichtlich der Bearbeitung normativ komplexer Praxisprobleme als auch die aus dem Action Learning bekannten Möglichkeiten der Gestaltung von Reflexionsprozessen. Durch ihre Verbindung können wir ein multi-perspektivisches ethisches Reflexions- und Analyseverfahren entwickeln.

Kollegiale Reflexion einer ethisch herausfordernden Situation aus der partizipativen Forschungspraxis: gemeinsame Bearbeitung eines Beispielfalls

Der zweite Unterbeitrag beschäftigt sich mit einem ethisch problematischen Fall aus der partizipativen Forschungspraxis, den wir in den Schritten: 1. Verständnisfragen; 2. Spontane Anmerkungen; 3. Problembestimmung; 4. Problembeschreibung; 5. Handlungsalternativen; 6. Normative Abwägung; 7. Evaluierung; 8. Metaebene zusammen mit den Teilnehmenden analysieren wollen. Dabei werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Arbeitshilfe sowohl kollegial wie individuell für die Reflexion nutzen lässt.

 

In dieser Veranstaltung wird das Tool padlet der amerikanischen Firma Wallwisher, Inc. DBA Padlet, 981 Mission St, San Francisco, CA 94103 genutzt. Wenn Sie das Tool nutzten, werden Sie zu einem externen Server weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzhinweise von https://de.padlet.com/about/privacy. Die Teilnahme ist freiwillig.

Themenfelder
  • Partizipation
Sprecher*innen
Marilena von Köppen
Hochschule Fulda University of Applied Sciences
Marlene Märker
Universität Wien - Institut für Bildungswissenschaft
Sabine Tiefenthaler
Freie Universität Bozen
Kilian Hermann
Universität Zürich
Dr. Imke Heuer
UKE Hamburg
Maja Kuchler
Hochschule für Gesundheit Bochum
Catharina Münte
Klinik für Neurologie
Kristina Schmidt
Humboldt-Universität Berlin
Helene von Stülpnagel
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg;
Azize Kasberg
Alice Salomon Hochschule Berlin
21/50 Teilnehmende

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik