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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Bildreihe Kongress

 

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Von der Entscheidung bis zur Umsetzung – Wie kommt Gesundheits- und Bewegungsförderung systematisch in die Kommune?

H2 - Lebenswelten IV

11:00 - 12:30

Als Reaktion auf den Bewegungsmangel gelangen Ansätze, die räumliche und politische Rahmenbedingungen berücksichtigen, in den Fokus. Allerdings fehlen systematisierte und theoriegeleitete Planungsansätze für eine diesbezügliche kommunale Gesundheitsförderung. Im Fachforum werden Zwischenergebnisse des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts EUBeKo vorgestellt. Kernfragestellungen sind es, die Kompetenzen von Multiplikator*innen für die Umsetzung von Gesundheitsförderung zu identifizieren und Einflussfaktoren auf kommunale Entscheidungsprozesse sowie auf das Entscheidungsverhalten kommunaler Entscheidungstragender zu untersuchen.

In einem sozial benachteiligten städtischen Quartier (Mannheim) und in einer ländlichen Gemeinde (Wülfershausen a.d.S.) werden gesundheitsförderliche Verhältnisse systematisch untersucht und gestaltet. Dabei kommen sowohl qualitative, quantitative als auch partizipative Verfahren zur Anwendung, die in den Einzelbeiträgen vorgestellt werden.

Das Projekt liefert Erkenntnisse für die Erklärung eines gelingenden Prozesses der kommunalen Gesundheitsförderung, welche in ein Schulungsprogramm und eine Internetseite für Akteur*innen der kommunalen Gesundheitsförderung einfließen.

Das Projekt EUBeKo beleuchtet den Prozess einer intersektoralen Zusammenarbeit in zwei Modellkommunen, um sozial bedingten Ungleichheiten durch eine Veränderung der Verhältnisse entgegenzuwirken. Weiterhin werden für diesen Prozess Unterschiede in Rollen und Zuständigkeiten von Multiplikator*innen und Entscheider*innen in Stadt und Land deutlich und ein Wissenschafts-Praxis-Transfer in der Kommune bewirkt.

Interventionen in zwei Modellkommunen

Der Beitrag stellt die zwei Modellkommunen von EUBeKo, ihre intersektoral und interdisziplinär zusammengesetzten Planungsgruppen, die Ergebnisse der durchgeführten Bestands-, Bedarfs- und Bedürfnisanalysen sowie geplante verhältnisorientierte Interventionen (z.B. „Schönauer Rundweg“ und „Bewegte Dorfrunde Wülfershausen“) vor.

Rolle und Kompetenzen von Multiplikator*innen kommunaler Gesundheits- und Bewegungsförderung

Mittels qualitativer Interviews (n=18) und einer Online-Befragung (n=34) wurden die Rollen und Kompetenzen von unterschiedlichen Multiplikator*innen kommunaler Gesundheits- und Bewegungsförderung in den beiden Modellkommunen erhoben. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse im Stadt-Land-Vergleich vorgestellt.

Einflussfaktoren auf kommunale Entscheidungsprozesse und das Entscheidungsverhalten von Akteur*innen aus Politik und Verwaltung

Kommunale Entscheidungstragende wurden mit Hilfe von qualitativen Interviews (n=22) sowie über eine bundesweite Online-Befragung (n=415) zu Einflussfaktoren auf Entscheidungsprozesse und auf ihr Entscheidungsverhalten befragt. Im vorliegenden Beitrag werden die Prozesse in Stadt und Land sowie mögliche Strategien zur Beeinflussung der identifizierten Faktoren vorgestellt, um künftig Themen der Gesundheits- und Bewegungsförderung stärker in Kommunen platzieren zu können.

 

In dieser Veranstaltung werden die Tools Tweetback der deutschen Firma MTweedback GmbH, Basislager Rostock, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock und Conceptboard der deutschen Firma Conceptboard Cloud Service GmbH, Mansfelder Str. 56, 06108 Halle (Saale) genutzt. Wenn Sie die Tools nutzten, werden Sie zu  externen Server weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzhinweise von https://www.mentimeter.com/privacy und https://tweedback.de/p/privacy entsprechend. Die Teilnahme ist freiwillig.

Themenfelder
  • Kommune
Sprecher*innen
Lisa Paulsen
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Prof. Dr. Jens Bucksch
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Dr.in Birgit Sperlich
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Izabela Bojkowska
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Bruno Domokos
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Christina Müller
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Lea Benz
Pädagogische Hochschule Heidelberg

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik