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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Lebenswelten Kita und Schule: Bedürfnis- und beteiligungsorientierte Prävention unter Pandemiebedingungen. Wie kann partizipative Einbeziehung von Kindern und Familien in Gesundheitsförderung und (Übergewichts-)Prävention garantiert und gestärkt werd

H2 - Lebenswelten II

11:00 - 12:30

Nach kurzem Einführungsinput werden im Format Learning Café in drei Kleingruppen Ergebnisse der drei beteiligten Projekte (Unterbeiträge) vorgestellt und diskutiert.

In der Covid-19-Pandemie sind Medienkonsum, Bewegungsmangel und Fehlernährung bei Kindern und Jugendlichen gestiegen, ebenso weitere Gesundheitsrisiken (BMFSFJ 2021). Nur 19% der Kinder erreichen aktuell die WHO-Bewegungsempfehlungen (Kovacs et al. 2021). Zum Thema Übergewicht besteht Forschungsbedarf, belastbare Praxiserkenntnisse fehlen. Diese zu gewinnen, heißt Hürden überwinden: Familien, Kitas und Schulen sind Corona-bedingt überlastet. Die Umsetzbarkeit der Präventionsangebote setzt Niedrigschwelligkeit und kreative Anpassung voraus. Diesen Fragen und der partizipativen Einbeziehung von Familien widmen sich die Praxisprojekte NetFami und Familie+ und deren projektübergreifende Evaluation MÜKE.

Die Projekte erproben Mehrkomponentenansätze. Beteiligung von Kindern, Familien und Setting-Fachkräften (NetFami=Kitas; Familie+=Grundschulen) bzw. kommunaler Multiplikator:innen an der Maßnahmengestaltung und dem Netzwerkaufbau gehören zu den implementierten sowie zu evaluierten Maßnahmen. MÜKE moderiert den Fachaustausch mit dem Ziel, übergeordnet Erkenntnisse zu Hemmnissen und Erfolgsfaktoren zu gewinnen und die Verstetigung partizipativer Präventionsansätze zu stärken.

Übergewichtsprävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen sind infolge der Pandemie noch wichtiger, aber auch schwieriger. Anpassungen wie digital umsetzbare Angebote sind nötig.

Wie kann niedrigschwellige Beteiligung von Zielgruppen pandemiekonform gelingen? Learning-Café mit Zwischenerkenntnissen und Diskussionsimpulsen der 3 Projekte.

MÜKE Evaluation: Partizipative Einbeziehung von Familien in Übergewichtsprävention

Im Rahmen des BMG-Förderschwerpunkts Übergewichtprävention setzt die MÜKE-Evaluation partizipative Vorgehensweisen um. An Good-Practice-Kriterien (KGC) und dem Doing-Family-Ansatz orientiert erfasst sie verschiedene Aspekte wie Zielgruppenadäquanz, Maßnahmengestaltung, Kontextfaktoren, Partizipation, Vernetzung, Nachhaltigkeit. Methodisch werden partizipative Austauschformate, qualitative und quantitative Erhebungen eingesetzt. Diskutiert werden Faktoren der familiären Gesundheitsförderung.

NetFami

Das Beteiligungsprojekt NetFami gestaltet partizipative Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht gemeinsam mit Familien aus Kitas und Familienzentren. Nach der Vorstellung wissenschaftlicher Zwischenergebnisse wird gemeinsam über Pandemie bedingte Herausforderungen bei der Partizipation von Eltern und Kindern im Setting Kita/Familienzentrum diskutiert. Zusammen sollen Gelingensfaktoren für zukünftige partizipative Gesundheitsförderungsprojekte identifiziert werden.

Familie+

Familie+ entwickelt ein schulbasiertes Präventionsprogramm mit einem Fokus darauf, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Familie, als Basis für die Effektivität der Maßnahmen, zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen Theorie / Wissenschaft und Praxis stellt dabei eine große Chance für gelingende Gesundheitsförderung dar. Allerdings ist sie für beide Seiten auch eine große Herausforderung. Gemeinsam sollen Barrieren und Gelingensfaktoren identifiziert und Empfehlungen diskutiert werden.

 

In dieser Veranstaltung werden die Tools padlet der amerikanischen Firma Wallwisher, Inc. DBA Padlet, 981 Mission St, San Francisco, CA 94103 und Mural der amerikanischen Firma Tactivos, Inc. dba MURAL, 650 California St, San Francisco, CA 94108, USA genutzt. Wenn Sie die Tools nutzten, werden Sie zu externen Server weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzhinweise von https://de.padlet.com/about/privacy und https://www.mural.co/terms/privacy-policy?utm_medium=paid-search&utm_source=adwords&utm_campaign=sitelink-extensions-about-us&utm_content=mural+board entsprechend. Die Teilnahme ist freiwillig.

Themenfelder
  • Kinder im Kita und Schulalter
Sprecher*innen
Tzvetina Arsova Netzelmann
nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH
Janine Bhandari
Dr.in Carina Brumme
nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH
Maja Kuchler
Hochschule für Gesundheit Bochum
Dr.in Christina Niermann
Medical School Hamburg
Anja Kretzer
Plattform Ernährung und Bewegung e.V.
6/70 Teilnehmende

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik