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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Bildreihe Kongress

 

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Gesundheitsförderung durch digitale Kompetenz

H2 - Lebenswelten III

09:00 - 10:30

Bedeutung des Angebots Begegnungsstätte der Volkssolidarität

Ältere Menschen sind in besonderem Maße von Einsamkeit und sozialer Isolation bedroht. Mit der Arbeit der Volkssolidarität und insbesondere mit dem Angebot der Begegnungsstätte, wird soziale Teilhabe älterer Menschen traditionell gefördert. Die Mitgliedergruppen treffen sich hier zum Austausch, beispielsweise bei Kaffee und Kuchen, für Spielenachmittage oder werden zu sozialen Themen beraten. Mit pandemiebedingter Schließung der Begegnungsstätten sind wichtige Aktivitäten des gesellschaftlichen Lebens für viele Mitglieder ausgefallen. Eine Umfrage des Landesverband Brandenburg der Volkssolidarität zu Altersarmut in der Coronapandemie macht deutlich, dass die pandemische Situation für die älteren Mitglieder eine reduzierte soziale Teilhabe sowie finanzielle Belastungen zur Folge hatte. Gleichzeitig hat die pandemische Situation neue Denkansätze innerhalb des Verbandes der Volkssolidarität hervorgerufen.

Erfahrungen und Beispiele guter Praxis im Zuge der Pandemie

Im Rahmen eines Fachforums wollen wir zeigen, wie innerhalb der Volkssolidarität zunehmender Vereinsamung der Mitglieder entgegengewirkt wurde. Hierfür möchten wir Erfahrungen im Kontext der Begegnungsstätten und ausgewählte Projekte präsentieren.

Handlungsempfehlungen und politische Forderungen

In einer Diskussion erarbeiten die referierenden Personen Handlungsempfehlungen und politische Forderungen für eine notwendige Ergänzung des Angebots der Begegnungsstätten zur Förderung der sozialen Teilhabe älterer Menschen.
Offenes Plenum
Anschließend beantworten wir Fragen im Plenum und fordern die Teilnehmer*innen dazu auf, eigene Erfahrungen zu teilen.

„Nicht allein gelassen – Interaktion von Häuslichkeit und Begegnungsstätten“

Ziel des Projektes „Nicht allein gelassen“ Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Volkssolidarität in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist die Vernetzung von Häuslichkeit, Begegnungsstätten, Sozialstationen sowie Beratungsstellen. Anhand von zwei Themenbereichen wird die Gesundheitskompetenz älterer Mitglieder gefördert. Hierfür erhalten sie eine Schulung ihrer Medienkompetenz insbesondere für die Nutzung einer digitalen Plattform für gesundheitsfördernde Angebote.

Projekt „“Clever Altern“

Der Verbandsbereich Prignitz-Ruppin, im Landesverband Brandenburg der Volkssolidarität, führt ein Modellprojekt „Clever im Alter“ durch, bei dem es um Medienkompetenz älterer Menschen und die Auswirkungen auf ihre persönliche Lebenswelt geht. Themen wie soziale Teilhabe, Engagement, Befähigung und Gemeinschaft sollen mit technischen Mitteln (Smartphone, Tabletts) aber auch künstlicher Intelligenz verstärkt werden. Der Einsatz von technischen Mittel wirkt sich direkt auf Gesundheit und Wohlbefinden aus und stärkt damit die Selbstwirksamkeit älterer Menschen.

„DigitalPakt Alter“

Der Landesverband Berlin der Volkssolidarität versucht mit dem DigitalPakt Alter die Digitalkompetenz seiner Mitglieder zu stärken. Dies erfolgt durch eine innerverbandliche Erhebung zum Umgang mit digitalen Medien, deren Einsatzfeldern und welche Problemlagen damit behandelt werden. Ziel ist die Vereinsamung im häusliche Umfeld durch digitale Beteiligung zu verhindern und dadurch Resillienz zu stärken. Eine Begegnungsstätte wird im Projektrahmen zu einem digitalen Erfahrungsort umgebaut.

Themenfelder
  • Digitalisierung
Sprecher*innen
Sebastian Wegner
Volkssolidarität Bundesverband e. V.
Lissy Boost
Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V., Verbandsbereich Prignitz-Ruppin
Anja Girschik
Volkssolidarität Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik