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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Bewegungsförderung für ältere Menschen in der Lebenswelt Kommune: Unterstützung von kommunalen Akteurinnen und Akteuren durch das digitale Planungstool „Impulsgeber Bewegungsförderung“

H2 - Lebenswelten I

09:00 - 10:30

Kommunen haben großen Einfluss auf das Bewegungsverhalten älterer Menschen. Der Aufbau bewegungsförderlicher Strukturen stellt jedoch hohe Anforderungen an kommunale Akteurinnen und Akteure. Um ihnen das Vorgehen zu erleichtern, hat die BZgA im Rahmen des Projekts „Älter werden in Balance“ zwischen 2019 und 2021 unter Einbezug von Expertinnen und Experten sowie Modellregionen Unterstützungsleistungen für kommunale Akteurinnen und Akteure entwickelt, die die Heterogenität kommunaler Bedarfe, Strukturen und Angebote berücksichtigen, gleichzeitig allerdings ein standardisiertes Vorgehen ermöglichen.

Diese Unterstützung in Form von Instrumenten, Materialien und einer Projektsammlung wurden qualitätsgesichert und zielgruppengerecht im „Impulsgeber Bewegungsförderung“ aufbereitet. Als digitale und modulare Planungshilfe begleitet er Akteurinnen und Akteure durch den idealtypischen Prozess zur Entwicklung einer bewegungs- und gesundheitsförderlichen Lebenswelt der WHO hindurch.

Ob und wie die Anwendung des „Impulsgeber Bewegungsförderung“ gelingen kann, wird derzeit durch dessen Pilotierung und Implementierung erforscht. In diesem Fachforum werden der aktuelle Stand des „Impulsgeber Bewegungsförderung“ sowie ein dafür entwickeltes Audit-Instrument und Erkenntnisse aus dem Projekt „Bewegung und Begegnung“ vorgestellt.

Wie kann sich der „Impulsgeber Bewegungsförderung“ positionieren? Welche Weiterentwicklungen sind möglich? Ist der Spagat zwischen Wissenschaft und praxisnaher Aufbereitung gelungen? Diese Fragen sollen im Fachforum diskutiert werden.

Impulsgeber Bewegungsförderung: von der Planung bis zur Umsetzung bewegungsförderlicher Maßnahmen für ältere Menschen

Die Vorstellung des „Impulsgeber Bewegungsförderung“ bildet den Auftakt des Fachforums. Die BZgA erläutert das Vorgehen bei der Entwicklung der digitalen Planungshilfe, führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den idealtypischen Prozess zum Auf- und Ausbau einer bewegungsförderlichen Kommune und gibt einen Einblick in Materialien und Module. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf noch zu entwickelnde Beratungsleistungen.

Förderung von Bewegung und Begegnung bei älteren Menschen in der Lebenswelt Kommune – Entwicklung von evidenzbasierten Empfehlungen und Good-Practice-Beispielen für kommunale Akteurinnen und Akteure

Zuletzt wird eine umfangreiche Literaturrecherche nach effektiven Maßnahmen zur Förderung von Bewegung und Begegnung älterer Menschen in der Kommune präsentiert. Effektive und übertragbare Maßnahmen und Good-Practice-Beispiele wurden unter Beteiligung kommunaler Akteurinnen und Akteure identifiziert und in Informationsmaterialien übertragen. Die Materialien sollen bei der Auswahl und Entwicklung von evidenzbasierten Maßnahmen zur Förderung von Begegnung und Bewegung in der Kommune unterstützen.

Entwicklung und Testung einer Audit-Toolbox zur zielgruppen- und kontextspezifischen Erfassung bewegungsförderlicher Verhältnisse in der Kommune

Der Vortrag beschreibt die Entwicklung und Testung einer Audit-Toolbox zur systematischen Erfassung kommunaler Bewegungsverhältnisse. Diese besteht aus einem für den deutschsprachigen Raum angepassten Basis-Tool mit Ergänzungen für unterschiedliche Kontexte (Stadt/Land) und Adressatenkreise (Kinder/Erwachsene/ältere Menschen). Die Toolbox kann ihre Anwendenden für bewegungsanregende und -hemmende Eigenschaften der Umwelt sensibilisieren und die Entwicklung passgenauer Maßnahmen unterstützen.

In dieser Veranstaltung wird das Tool Mentimeter der schwedischen Firma Mentimeter AB, Tulegatan 11, SE-113 86 Stockholm, Schweden genutzt. Wenn Sie das Tool nutzten, werden Sie zu einem externen Server weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzhinweise von https://www.mentimeter.com/privacy. Die Teilnahme ist freiwillig.

Themenfelder
  • Kommune
Sprecher*innen
Claudia Vonstein
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Annalena Bußkamp
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof.in Dr.in Anne Reimers
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Jens Bucksch
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Dr.in Birgit Sperlich
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Christina Müller
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Bruno Domokos
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik