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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Bildreihe Kongress

 

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

(De-)koloniale Perspektiven der Covid-19 Pandemie

H1 - Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik I

09:00 - 10:30

English translation: https://youtu.be/RkVMGHRWiJM

Deutsche Übersetzung: https://youtu.be/hcDrUJogzio

Der Weltgemeinschaft ist es egal, ob wir leben oder sterben. Zu dieser bitteren Einschätzung gelangt Dr. Ayoade Alakija, Epidemiologin und Ko-Vorsitzende der Africa Vaccine Delivery Alliance der Afrikanischen Union, bezüglich des ungleichen Zugangs zu Impfstoffen, der zugleich mit rassistischen Ausschlussmechanismen verwoben ist. Kein Zufall, dass „Black Lives matter“ zum Motto der Demonstrationen in Südafrika für eine gerechte Impfstoffverteilung wurde.
Die Covid-19-Pandemie hat die ungleiche Verteilung von Macht sowie soziale und wirtschaftliche Ausschlussmechanismen auf brutale, tödliche Weise offen gelegt. Vor allem in der Debatte um die Verteilung von Covid-19 Impfstoffen entlang der ökonomischen Stärke von Nationalstaaten und dem Umgang mit Patenten zur Absicherung der Gewinne von Pharmaunternehmen wurde dieses Gefälle deutlich. Während die reichen Länder sich Impfdosen im Überfluss gesichert haben, die inzwischen vielerorts verfallen, bleibt dem Großteil der Welt der Zugang verschlossen.
Eine zentrale Ursache liegt den Rechten auf geistiges Eigentum, darunter den Patenten, dessen Entstehen eng mit der Kolonialzeit verwoben ist. Der systematische Ausschluss manifestiert Abhängigkeitsverhältnisse; selbst über Impfstoffe, die in Produktionsstätten des globalen Südens hergestellt werden, werden sie dennoch nicht dahin geliefert, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Ziel ist es, die kolonialen Wurzeln der globalen Gesundheitspolitik zu untersuchen. Im Fokus steht die Dekolonialisierung der Wissensproduktion und die Neuausrichtung von Forschung und Wissenschaft, um Fragen, die über die Pandemie hinaus von Bedeutung sind.

(De-)koloniale Perspektiven der Covid-19 Pandemie

Der ungleiche Zugang zu Covid-19-Impfstoffen ist eng mit rassistischen und kolonial geprägten Ausschlussmechanismen verwoben. Ziel ist es, die kolonialen Wurzeln der globalen Gesundheitspolitik am Beispiel der Pandemie zu untersuchen. Im Fokus steht die Dekolonialisierung der Wissensproduktion und die Neuausrichtung von Forschung und Wissenschaft, um Fragen, die über die Pandemie hinaus von Bedeutung sind.

Themenfelder
  • Globale Gesundheit
Sprecher*innen
Anne Jung
medico international
Dr.in Miriam Saage-Maaß
ECCHR
Tammam Aloudat
Global Health Centre

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik