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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Bildreihe Kongress

 

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Hitzeangepasste Stadtentwicklung und Gesundheitsförderung – Herausforderungen und Lösungsansätze II (AGGSE )

H2 - Lebenswelten I

16:00 - 17:30

Fachforum der AGGSE, Teil 2

In den vergangenen Jahren haben sich die Signale verstärkt, dass sich das Klima auch in Mitteleuropa verändert. Dies betrifft u.a. die steigende Häufigkeit und Stärke von Witterungsextremen (z.B. Starkniederschläge, Hitzewellen). Urbane Räume sind in vielfältiger Weise (baulich, infrastrukturell, durch Bevölkerungsdichte und -zusammensetzung etc.) vulnerabel gegenüber dem Klimawandel. Viele Kommunen entwickeln ressortübergreifende Anpassungsstrategien, um die Auswirkungen abmildern zu können. Die Hitzeproblematik spielt dabei eine zentrale Rolle. Aspekte von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengleichheit werden jedoch häufig nur angerissen, obwohl Hitzebelastungen ein substanzielles Risiko für die Gesundheit unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen bergen.

In zwei aufeinander aufbauenden Fachforen werden nach einer Einführung in die Gesamtproblematik anhand mehrerer kommunaler Beispiele Herausforderungen und Lösungswege einer Hitzeaktionsplanung dargestellt und diese im Hinblick auf ihren Beitrag zur klima- und hitzeangepassten Stadtentwicklung und die Berücksichtigung gesundheitlicher Belange sowie gesundheitlicher Chancengleichheit diskutiert.

Kommunale Hitzeaktionsplanung unter Mitwirkung eines starken Öffentlichen Gesundheitsdienstes kann als ein essenzieller Pfeiler für eine gesundheitsorientierte, hitzeangepasste Stadtentwicklung dienen, stellt bislang in Deutschland aber eher die Ausnahme dar.

Eine Stärkung intersektoraler und partizipativer Kooperations- und Beteiligungsverfahren ist besonders förderlich für eine erfolgreiche klimaangepasste Stadtentwicklung und Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit.

Hitzeaktionsplanung in Deutschland: ein Zwischenstandsbericht

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens (HAP-DE) wird aktuell die Anwendung der Handlungsempfehlungen evaluiert und der Stand kommunaler Hitzeaktionsplanungen in Deutschland erhoben.

Lancet Countdown 2021 Policy Brief für Deutschland: Review der Empfehlungen von 2019

Im Jahr 2019 wurden auf Grundlage des „Lancet Countdown on Health and Climate Change“ Empfehlungen für Deutschland abgeleitet. In einem Kurzimpuls erfolgt ein Review dieser im Kontext aktueller Entwicklungen und Herausforderungen insbesondere für Kommunen.

Plenardiskussion

Ziel ist, dass sowohl die Vortragenden als auch weitere AkteurInnen und die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen zu Herausforderungen und Lösungswegen für eine Etablierung einer Hitzeaktionsplanung in Deutschland. Hierbei werden auch Fragen zur gesundheitsbezogenen Chancengleichheit thematisiert. Über die Vortragenden hinaus sind als Diskutierende vorgesehen:
- Vertretung des Deutschen Städtetages
- Vertretung von Fridays for Future / Health for Future
- Vertretung des Zentrums KlimaAnpassung

 

Themenfelder
  • Kommune
Sprecher*innen
Christiane Bunge
Umweltbundesamt
Dr. Thomas Claßen
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Dr. Hans-Guido Mücke
Umweltbundesamt
Dr. Martin Herrmann
KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.
Dr.in Franziska Matthies-Wiesler
KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik