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22.03 - 24.03.2022
Dauer: 3 Tage
Virtuell
2015 Teilnehmende

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Bildreihe Kongress

 

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen tauschen sich Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso diskutiert und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen. Die vergangenen Kongresse haben bereits eine Vielzahl neuer Kooperationen auf den Weg gebracht und Entwicklungen und Diskussionen angestoßen.

Mit dem Engagement aller Akteur*innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

Vulnerabilität, Gesundheit und Empowerment: Partizipative Forschung mit Geflüchteten

H2 - Lebenswelten III

13:15 - 14:45

Das Seminar wird in Kleingruppen arbeiten und in deutscher (Beitrag 1 und 2) und englischer Sprache (Beitrag 3) stattfinden.

Partizipative Forschung bezieht Geflüchtete als Partner:innen ein. Damit wird die epistemische Macht, Realität zu definieren und Lösungen zu entwickeln, geteilt. Das Seminar bringt Geflüchtete, Aktivist:innen, Praktiker:innen und akademische Forscher:innen zusammen, um die Vorteile und Herausforderungen partizipativer Forschung zu diskutieren (in dt. u. engl. Sprache).
Ziele: Was lernen wir über Gesundheit, Vulnerabilität und Empowerment von Geflüchteten, wenn wir partizipativ forschen?

Das Projekt "Vulnerabilität und Empowerment: Partizipative Ansätze zur Gesundheitsförderung mit Geflüchteten" (EMPOW) wird von der DFG gefördert (2019-2022). Community-Partner:innen und wissenschaftlichen Partner:innen in Berlin, Hannover und München haben Gruppendiskussionen, peerbasierte Gesundheitsförderung über soziale Medien, ein Photovoice-Projekt und weitere Aktivitäten durchgeführt.

Vulnerabilität und Empowerment sind für Menschen nach der Flucht miteinander verwoben. Rechtliche Einschränkungen, Sprachbarrieren und bürokratische Hürden begrenzen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsmarkt. Alltägliche Erfahrungen von Unsicherheit, Rassismus und Ausgrenzung (z.B. in segregierten Unterkünften) stellen weitere Gesundheitsrisiken dar. Trotz dieser widrigen Umstände bestehen Potentiale für individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit.

Geflüchtete sind wichtige Partner:innen in Forschung und Gesundheitsförderung. Mit partizipativen Methoden kann Wissen geschaffen werden, um sozialen Wandel und Gesundheit zu fördern.

"Das Leben in den Lagern macht dich krank." Ergebnisse eines Photovoice-Projekts und einer Peer-Befragung

In Bayern werden neu ankommende Geflüchtete in großen Lagern untergebracht. Die dort herrschende räumliche Enge, der eingeschränkter Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und die fehlende Privatsphäre sind krankmachende Lebensbedingungen. Die COVID-19-Pandemie verschärft diese Probleme noch und bringt weitere hervor. EMPOW München nutzt Photovoice und eine peerbasierte Online-Umfrage, um die gesundheitlichen Herausforderungen aus der Perspektive von geflüchteten Menschen zu ermitteln.

Peer-basierte Gesundheitsförderung mit geflüchteten Frauen über soziale Medien

Das Leben nach der Flucht im deutschen Asylsystem ist für Frauen besonders hart. EMPOW Hannover setzt sich für die Gesundheit von geflüchteten Frauen und ihren Familien ein. Ein peerbasiertes Netzwerk wurde mithilfe sozialer Medien aufgebaut. Kurze Videos in Farsi und Arabisch informieren über Hygiene, Schutzmaßnahmen und Corona, Spiele mit Kindern, Gymnastik und Sport in Lockdown-Phasen, sowie allgemeinere Fragen und Antworten zu Gesundheit und Gesundheitsversorgung.

African Voices on Health, vulnerability and empowerment based on lived experience

Bringing together refugees, activists, and community organizers, EMPOW Berlin conducted group discussions to explore and analyse issues of health, vulnerability and empowerment based on the lived experience of refugees and other migrants from African countries. Vulnerability is experienced from the moment of departure and exacerbated in the German asylum system. Yet empowerment can be achieved through community building, mobilizing resources, collective action as well as reflection

Themenfelder
  • Partizipation
Sprecher*innen
Prof.in Dr.in Hella von Unger
Ludwig-Maximilians-Universität München
Anna Huber
Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Dennis Odukoya
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fanta Sylla
EMPOW München/Forschungsprojekt LMU
Shqipe Kransniqi
REFUGIO München
Maryam Mohammadi
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Marcus Wächter-Raquet
Landesvereinigung für Gesundheit & Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Frau Rosaline M’Bayo
GEDA e.V.
Abdel Kader Barounga
EMPOW Berlin/Forschungsprojekt LMU

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik